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Freitag, 28. Oktober 2011
DkP.
okavanga, 00:19h
Ach ja. Das wollte ich unbedingt festhalten. Es ist kurios. Dass ich ausgerechnet von gestern auf heute einen sehr langen und sehr intensiven Traum vom kleinen Professor hatte, und seiner anderen Oka, in einem Haus, ich weiß nicht, bei seinen Eltern? Was wir da wollten/ sollten, keine Ahnung, aber er war so deutlich. Er, der kleine Prof. Seine Mandelaugen. Und wie er aussieht, wenn er morgens verschlafen aus dem Bett schaut. Naja, im Traum mit der anderen Oka im Arm. Sehr glücklich. Heute morgen wusste ich noch alles so genau. Jetzt fast gar nichts mehr, nur, dass es sehr lang und sehr intensiv war. Und dass ich mich scheiße fühlte.
Solo.
okavanga, 00:15h
Seit gestern wieder Single. Und ja. Erleichtert.
Am Wochenende Filmtage in der alten Heimat.
Lange mit LeSchwe telefoniert.
Wein getrunken.
Morgen Nachmittag treffen mein Bruder und ich uns mit unserem Bekannten S. und meiner Mutter.
Ich habe Lust, jemanden zu küssen.
Am Wochenende Filmtage in der alten Heimat.
Lange mit LeSchwe telefoniert.
Wein getrunken.
Morgen Nachmittag treffen mein Bruder und ich uns mit unserem Bekannten S. und meiner Mutter.
Ich habe Lust, jemanden zu küssen.
Montag, 24. Oktober 2011
3 Tage MA
okavanga, 00:34h
Es war eine sehr merkwürdige Erfahrung, mal wieder 3 Tage in MA zu verbringen.
Was mir dabei klar wurde: MA ist nicht mehr mein Zuhause, und NBG noch nicht. Ironischerweise war ich mit M und ihrem Freund M am Freitag Abend auf einem Eisho*ckeyspiel MA gegen NBG, das wussten wir vorher aber nicht. MA gewann.
LeSchwe, bei der ich am nächsten Tag war, meinte dazu nur: "is ja mal ein ganz klarer Fall. Weißt, was du zu tun hast, ne?" Ich lächelte. Und frage mich, ob ich überhaupt irgendwas weiß. Wir waren wandern mit Freunden und Wein, schön Essen, schauten Folge um Folge "Ho*w I m*et yo*ur mo*ther"" und stromerten abends auf dem Na*chtwandel im Ju*ngbusch. Was heute ein Ausschlafen bis 13 Uhr erforderte, und weitere Folgen von gegannter Serie, im Schlafanzug auf dem Sofa, neben einer meiner besten Freundinnen. So vertraut und doch so merkwürdig inzwischen, bis ich um 17 Uhr die Hühner sattelte.
Klar wurden mir vor allem folgende Dinge:
- es SIND zu viele Päckchen auf einmal. Die Zerrissenheit zwischen MA und NBG. Das "Heimweh". Die Einsamkeit. Das "in meiner Firma bin ich ein Alien" - die Leute sind einfach nicht meine Welt. Das Unternehmen nicht mein Fall. Meine Mama. Und Sesamina. Zuviel Veränderung und neuer Einfluss auf einmal. Nicht zu handeln für mich.
- es GIBT etwas Gutes, zumindest stellte meine Frau W. es fest, und das war mir so gar nicht klar: mein Job macht mir Spaß. Ja. Der JOB. Sie meinte, das sollen wir doch jetzt mal ganz arg festhalten, da sie mich noch nie so klar ein einer Aussage zur beruflichen Zukunft gehört hat. Ja. Das stimmt. Immerhin etwas weiß ich. In diesem Berufsfeld will ich bleiben.
- MA ist nicht mehr mein Zuhause. Obwohl ich bei jenen war, die mir so lieb sind, fühlte ich mich in mir immer sehr einsam. Ich fühlte mich klein, zum Teil auch hässlich. Dachte mir: wow, so viele Leute nachts auf der Straße! Es gibt noch ein Leben! Ich war seit Monaten nicht mehr weg (in Bars, Kneipen, ...). Ich wünschte mir, es wäre noch mein Zuhause, aber Fakt ist, ich habe gerade keines: in MA nicht mehr Zuhause, in NBG noch nicht. Ein ziemlich bescheuertes Gefühl. Vielleich weil mir klar wurde, wie mein Leben wieder aussehen könnte. Vielleicht weil mir klar wurde, wie wenig Kontakt letztendlich noch vorhanden war durch diese ganze Beziehungssache mit Sesamina.
- Mir fehlen meine Freunde und MA noch mehr als ich dachte. Und es fehlt mir das Gefühl, dort wieder völlig integriert zu sein. Ich WILL wieder öfters nach MA. Unbedingt. Und wieder mehr Kontakt zu meinen Leuten dort.
- Die Sache Sesamina ist total verkorkst. So verkorkst, dass ich nicht weiß wie wir da rauskommen sollen. Und gerade mit dem Hinweis der Therapeutin, dass ich überlegen soll, was mir gut tut und was nicht, was ich leisten kann und will und was nicht, wurde mir klar, dass ich das weder leisten kann noch weiterhin will. Das hat nichts mit meiner Zuneigung zu tun, auch wenn die auch stark strapaziert ist, sondern schlichtweg mit der Tatsache, dass wir uns einfach überhaupt nicht verstehen, und das Ganze seit mehreren Wochen keinem von uns beiden gut tut. Jeder hat das Gefühl, er richtet sich nur noch nach dem anderen aus, aber das kommt jeweils beim anderen einfach nur schräg an bzw. gar nicht.
- Meine Mutter kann ich nicht wegschieben. Ich muss mich damit befassen und lernen damit klar zu kommen. Ich muss aktiv bleiben und mich auseinandersetzen. Mit meinem Bruder.
- Es wäre gut, wieder in eine Therapie zu gehen. Zumindest solang, wie ich das Bedürfnis habe. Bruder meinte, er würde auch gerne zu einem Therapeuten wegen der Mamasache, will aber lieber mit mir gemeinsam dahin. Er meinte vorhin: "das fiele mir leichter. Denn du gehörst da einfach dazu."
Ich merke gerade, dass es überhaupt gar nicht einfach ist all die Gedanken irgendwie strukturiert zu "Papier" zu bringen, die ich mir dieses Wochenende nach meinem Gespräch mit Frau W. gemacht habe. Ich fühle mich immer noch zerrissen. Hab das Gefühl, ich muss mein Leben wieder in den Griff kriegen.
- Quintessenz: ich lebe nicht so wie es mir gut tut und gefällt. Es ist irgendwas einfach brutal schief gelaufen. Es fühlt sich falsch an. Und ich MUSS handeln.
Ich musste oft an eine Postkarte denken, die ich aus irgendeiner Kneipe habe. "Ich will alles!" Das geht aber irgendwie nicht. So sehr ich auch wollte. Und letztendlich zählt jetzt ein sehr egoistisches Prinzip: "tu nur das, was dir gut tut und was du leisten kannst und willst."
Was mir dabei klar wurde: MA ist nicht mehr mein Zuhause, und NBG noch nicht. Ironischerweise war ich mit M und ihrem Freund M am Freitag Abend auf einem Eisho*ckeyspiel MA gegen NBG, das wussten wir vorher aber nicht. MA gewann.
LeSchwe, bei der ich am nächsten Tag war, meinte dazu nur: "is ja mal ein ganz klarer Fall. Weißt, was du zu tun hast, ne?" Ich lächelte. Und frage mich, ob ich überhaupt irgendwas weiß. Wir waren wandern mit Freunden und Wein, schön Essen, schauten Folge um Folge "Ho*w I m*et yo*ur mo*ther"" und stromerten abends auf dem Na*chtwandel im Ju*ngbusch. Was heute ein Ausschlafen bis 13 Uhr erforderte, und weitere Folgen von gegannter Serie, im Schlafanzug auf dem Sofa, neben einer meiner besten Freundinnen. So vertraut und doch so merkwürdig inzwischen, bis ich um 17 Uhr die Hühner sattelte.
Klar wurden mir vor allem folgende Dinge:
- es SIND zu viele Päckchen auf einmal. Die Zerrissenheit zwischen MA und NBG. Das "Heimweh". Die Einsamkeit. Das "in meiner Firma bin ich ein Alien" - die Leute sind einfach nicht meine Welt. Das Unternehmen nicht mein Fall. Meine Mama. Und Sesamina. Zuviel Veränderung und neuer Einfluss auf einmal. Nicht zu handeln für mich.
- es GIBT etwas Gutes, zumindest stellte meine Frau W. es fest, und das war mir so gar nicht klar: mein Job macht mir Spaß. Ja. Der JOB. Sie meinte, das sollen wir doch jetzt mal ganz arg festhalten, da sie mich noch nie so klar ein einer Aussage zur beruflichen Zukunft gehört hat. Ja. Das stimmt. Immerhin etwas weiß ich. In diesem Berufsfeld will ich bleiben.
- MA ist nicht mehr mein Zuhause. Obwohl ich bei jenen war, die mir so lieb sind, fühlte ich mich in mir immer sehr einsam. Ich fühlte mich klein, zum Teil auch hässlich. Dachte mir: wow, so viele Leute nachts auf der Straße! Es gibt noch ein Leben! Ich war seit Monaten nicht mehr weg (in Bars, Kneipen, ...). Ich wünschte mir, es wäre noch mein Zuhause, aber Fakt ist, ich habe gerade keines: in MA nicht mehr Zuhause, in NBG noch nicht. Ein ziemlich bescheuertes Gefühl. Vielleich weil mir klar wurde, wie mein Leben wieder aussehen könnte. Vielleicht weil mir klar wurde, wie wenig Kontakt letztendlich noch vorhanden war durch diese ganze Beziehungssache mit Sesamina.
- Mir fehlen meine Freunde und MA noch mehr als ich dachte. Und es fehlt mir das Gefühl, dort wieder völlig integriert zu sein. Ich WILL wieder öfters nach MA. Unbedingt. Und wieder mehr Kontakt zu meinen Leuten dort.
- Die Sache Sesamina ist total verkorkst. So verkorkst, dass ich nicht weiß wie wir da rauskommen sollen. Und gerade mit dem Hinweis der Therapeutin, dass ich überlegen soll, was mir gut tut und was nicht, was ich leisten kann und will und was nicht, wurde mir klar, dass ich das weder leisten kann noch weiterhin will. Das hat nichts mit meiner Zuneigung zu tun, auch wenn die auch stark strapaziert ist, sondern schlichtweg mit der Tatsache, dass wir uns einfach überhaupt nicht verstehen, und das Ganze seit mehreren Wochen keinem von uns beiden gut tut. Jeder hat das Gefühl, er richtet sich nur noch nach dem anderen aus, aber das kommt jeweils beim anderen einfach nur schräg an bzw. gar nicht.
- Meine Mutter kann ich nicht wegschieben. Ich muss mich damit befassen und lernen damit klar zu kommen. Ich muss aktiv bleiben und mich auseinandersetzen. Mit meinem Bruder.
- Es wäre gut, wieder in eine Therapie zu gehen. Zumindest solang, wie ich das Bedürfnis habe. Bruder meinte, er würde auch gerne zu einem Therapeuten wegen der Mamasache, will aber lieber mit mir gemeinsam dahin. Er meinte vorhin: "das fiele mir leichter. Denn du gehörst da einfach dazu."
Ich merke gerade, dass es überhaupt gar nicht einfach ist all die Gedanken irgendwie strukturiert zu "Papier" zu bringen, die ich mir dieses Wochenende nach meinem Gespräch mit Frau W. gemacht habe. Ich fühle mich immer noch zerrissen. Hab das Gefühl, ich muss mein Leben wieder in den Griff kriegen.
- Quintessenz: ich lebe nicht so wie es mir gut tut und gefällt. Es ist irgendwas einfach brutal schief gelaufen. Es fühlt sich falsch an. Und ich MUSS handeln.
Ich musste oft an eine Postkarte denken, die ich aus irgendeiner Kneipe habe. "Ich will alles!" Das geht aber irgendwie nicht. So sehr ich auch wollte. Und letztendlich zählt jetzt ein sehr egoistisches Prinzip: "tu nur das, was dir gut tut und was du leisten kannst und willst."
Freitag, 21. Oktober 2011
okavanga, 01:44h
Ich hab inzwischen einen seltsamen Humor für manche Themen. Erhalte ich eben den Newsletter einer Zeitmanagement-Firma, bei der ich mal ein Training besucht habe. Thema des Newsletters: "Ausgetickt - Lieber selbstbestimmt als fremdgesteuert". Da könnt ich dann in so ein hysterisches Kichern ausbrechen und bin versucht, es meiner Mama weiterzuleiten. Naja. Und dann krieg ich mich wieder ein.
Ein guter Tag.
okavanga, 22:41h
Die Re*cruit*ingmesse lief super, es hat Spaß gemacht, ich darf stolz auf mich sein, so sagt man, und ich glaube es einfach mal und freue mich.
Aber das Beste kam danach. Ein Termin:
morgen, 12 Uhr, Frau W.
Aber das Beste kam danach. Ein Termin:
morgen, 12 Uhr, Frau W.
okavanga, 10:50h
Heute morgen bin ich aufgewacht und mein erster Gedanke war: wenn wir sie nicht ganz schnell einweisen, dann ist sie Weihnachten in der Ps*ychia*trie. Oder ist sie dort dann eh, wenn der Aufenthalt über 6 Wochen geht? Vorweihnachtszeit und das Fest der Liebe. Sie wird sich so verraten fühlen. Selten so sehr gefreut wie dieses Jahr. Es wird von Jahr zu Jahr weniger feiernswert.
Mittwoch, 19. Oktober 2011
okavanga, 22:09h
Meine Nerven sind langsam ein bisschen im Arsch. Es ist sehr skurril: ich träumte vor langer Zeit einen furchtbaren Alptraum, dass meine Mutter neben dem Wahn auch noch ein Alkoholproblem hat. Meine Mutter trinkt NIE. NIE NIE NIE. Alkohol. Außer vielleicht an Sylvester ein Glas Sekt. Oder dann auch mal zwei.
Jetzt schreibt sie uns, dass sie (wie regelmäßig ist uns noch unklar) trinkt und dazu starke Tabletten nimmt.
Es mag unpassend sein, und vielleicht auch falsche Offenheit, aber ich lade mal als pdf eine Mail hoch von ihr. Solche bekommen wir fast täglich. Seit knapp 2 Jahren. Sie ändern sich nur in den Syptomen, die immer krasser werden. Und die Länge variiert. Diese ist recht kurz, für das was wir gewohnt sind.
tag1 (GIF, 23 KB)
tag 02 (GIF, 31 KB)
Ich hoffe, pdfs werden von g**gle nicht durchsucht. Falls ich doch dadurch auffindbar sein sollte, bitte ein kleiner Hinweis an mich. Haha, ja, Par*noia ist erblich ;-)
Frau W. auf die Mailbox gesprochen. Noch kein Rückruf. Fühlte heute Hitzeanfälle, Herzrasen und das Gefühl, dass ich gleich wegrennen muss, weil ich keine Luft mehr bekomme. Klingt selbstmitleidig, hm? Mir machts echt Angst. Ist die Gesamtsituation zur Zeit echt.. nicht so einfach. Aber allein schon das Feld "Meine Mama" überfordert mich so sehr, emotional wie rational, dass ich nicht mehr weiß wohin mit mir. In mir ist irgendwie nur noch ein merkwürdiger Ausnahmezustand.
Jetzt schreibt sie uns, dass sie (wie regelmäßig ist uns noch unklar) trinkt und dazu starke Tabletten nimmt.
Es mag unpassend sein, und vielleicht auch falsche Offenheit, aber ich lade mal als pdf eine Mail hoch von ihr. Solche bekommen wir fast täglich. Seit knapp 2 Jahren. Sie ändern sich nur in den Syptomen, die immer krasser werden. Und die Länge variiert. Diese ist recht kurz, für das was wir gewohnt sind.
tag1 (GIF, 23 KB)
tag 02 (GIF, 31 KB)
Ich hoffe, pdfs werden von g**gle nicht durchsucht. Falls ich doch dadurch auffindbar sein sollte, bitte ein kleiner Hinweis an mich. Haha, ja, Par*noia ist erblich ;-)
Frau W. auf die Mailbox gesprochen. Noch kein Rückruf. Fühlte heute Hitzeanfälle, Herzrasen und das Gefühl, dass ich gleich wegrennen muss, weil ich keine Luft mehr bekomme. Klingt selbstmitleidig, hm? Mir machts echt Angst. Ist die Gesamtsituation zur Zeit echt.. nicht so einfach. Aber allein schon das Feld "Meine Mama" überfordert mich so sehr, emotional wie rational, dass ich nicht mehr weiß wohin mit mir. In mir ist irgendwie nur noch ein merkwürdiger Ausnahmezustand.
Sonntag, 16. Oktober 2011
Brief an Frau W. IV
okavanga, 00:36h
Liebste, allerliebste Frau W.
Haben wir eigentlich jemals darüber gesprochen, dass ich blogge? Ich erinner mich nicht. Wissen Sie, mein Blog war lange die Halde für meinen Seelenmüll. Egal was. Das ist jetzt anders. Das liegt vor allem daran, dass ich Sesamina nicht mehr so wirklich vertraue in dieser einen Hinsicht. Er hat mal, als ich in der Arbeit war und ihm meinen PC für Internetaktivitäten anvertraut habe, meine Sky*pe Cha*tpro*tokolle gelesen. Und was gefunden. Was total egal war für unsere Beziehung. Aber wie erklärt man das jemandem. Das ist schwer. Und wieviel schwerer erklärt man jemandem, dass es für mich genauso scheisse ist, dass er einfach in meine Intimsphäre eingedrungen ist.
Seitdem ist da der Wurm drin. Wir sind in einer blöden Spirale, das wäre jetzt zu ausufernd für hier, und außerdem, wie gesagt: ich vertraue nicht.
Sie fehlen mir so sehr, dass es mir das Herz fast zerreisst. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr in mich reinsehe, seit ich keine Therapie mehr bei Ihnen habe. Ich hab mal nachgesehen, von wann die letzten "Seelenheil"-Beiträge hier sind. Ein kurzer von vor kurzem. Und ein längerer, im Juli.
Es ist, als hätte ich keinen Zugang mehr zu mir, oder als hätte ich Angst davor ihn zu finden und zu nutzen, weil ich Angst vor dem habe, was ich dann vielleicht finden könnte. Deswegen brauche ich Hilfe.
Ich glaub, eigentlich bin ich in mir zur Zeit ziemlich außer mir. Das mit Sesamina machen wir mal kurz zu Ende: also seit dem Chatprotokoll läuft das immer mehr bergab, er drängt auf Nähe, und ich habe ein Näheproblem, und als jemand der ein Näheproblem hat, ziehe ich mich mit der Pistole auf der Brust immer weiter zurück, was dazu führt, dass er natürlich mehr Nähe einfordert. Ich dachte vor unserem Urlaub, dass es im Urlaub besser wird. Abstand vom Alltag und so. Das war nicht so. Es wurde so schlimm (ich durfte nicht lesen, weil ich "in fremde Welten flüchte" statt mich mit ihm zu beschäftigen. Wenn ich eine Katze streichelte, dann "für die hast du Zuneigung", und so weiter) dass ich nach zwei Wochen gegangen bin. Ich habe mich in ein anderes Hotel fahren lassen. Nach 3 Tagen kam er nach, aber wir hatten getrennte Zimmer. Der Einsamkeit, Abgeschiedenheit entronnen, war das dann irgendwie ok. Aber. Aber.
Aber. Frau W. Dann gibt es Abende an denen ich mich nicht innerhalb des Zeitfensters melde, das er für angemessen hält, und schon gibt es den totalen Terror. Er fickt sich dermaßen in den Kopf, es ist quasi unerträglich, weil ich dann mit dem Kopffickscheissdreck vollgekotzt werde, in einem respektlosen, unverschämten Tonfall. Bei all den Diskussionen. Da leidet meine Zuneigung. Obwohl er immer da ist. Immer. Wenn etwas ist. Und er ein ganz toller Mann ist. Aber ich weiß nicht, ob ich mich selbst verarsche weil es zum ersten mal in meinem Leben ernst werden könnte, und ich damit völlig überfordert bin und somit unmittelbar meine Fluchtreflexe aktiviert werden. Oder ob ich einfach wieder alleine sein will. WILL. Und überhaupt. Ich komme alleine gut klar. Ich weiß gar nichts mehr. Es ist auch so, dass jetzt diese paar Sätze in keinster Weise die Situation repräsentieren, weder die negativen wie die positiven Seiten. Dafür bräuchten wir mindestens ein paar Sitzungen. Sie kennen den Namen Sesamina ja noch. Wenn auch nur als eine kurze Episode, als die, die es damals war. Und insofern wüssten Sie auch ganz genau, welche Rolle ich denn in der ganzen Chose spiele, und wie gut (hahahahaaaa) ich mit meinen Päckchen zu der Scheisse beitrage. Sie kennen eben alles. Sie kennen mich.
Und dann die Arbeit. Scheisse wie lang muss manch Atem sein um das auszuhalten, und wie groß die Geduld, und wie dick die Haut.
Aber das schlimmste ist wohl meine Mama. Ich. Kann. Nicht. Mehr. Ich fühle mich gemeinsam mit meinem Bruder und meinem Vater so einsam. So hilflos. Mein Vater meinte gestern: du bist nicht geflohen, weil du es nicht aushältst (als ich jetzt die ganzen letzten Monate keinen Kontakt mehr zu ihr hatte), sondern weil du deine Hilflosigkeit nicht erträgst. Er hat recht. Diese Ohnmacht. Wenn ich mich mit Dingen beschäftige, dann möchte ich sie lösen. Helfen. Etwas tun. Nur dass die Art von Hilfe, die ich leisten KÖNNTE, niemals als Hilfe erkannt werden würde, und abgesehen davon, weiß ich auch gar nicht mehr, was wir tun sollen.
Und dazu kommt dann: was zum Teufel tue ich hier eigentlich? In dieser mir immer noch fremden Stadt? Wie konnte ich bloß mein Netz, mein Zuhause aufgeben. Meinen festen Rahmen. All das, was es irgendwie erträglicher gemacht hat. Meine Freunde, das Wissen, das mein Chef mir jederzeit 2 Wochen Homeoffice bewilligt hätte wenn was mit Mama wäre. Mein Monnem.
Stattdessen bin ich zerrissen zwischen einer Distanzbeziehung (krass. Ich wollte gerade "Fremdbeziehung" schreiben. Was sagt das wohl.) nach Be*rlin, meiner Familie bzw. Mama in der alten Heimat, meinem alten Zuhause Monnem, den Freundschaften die ich pflegen möchte, die weder hier noch im alten Zuhause sind, und dem hier und jetzt, das überwiegend aus Arbeit besteht (und eben jener Zerrissenheit).
Ich war schon sehr sehr lange nicht mehr so orientierungslos. WOLLEN. Was will ich. Und warum sind Sie denn nicht da, verdammte scheisse. Ich brauche Sie jetzt wieder. Ich wollt nicht dass das so ist. Aber ich habe keine Ahnung wie ich allein damit klarkommen soll.
Ich weiß, dass Sesamina für all diese Themen ein offenes Ohr hat - aber schwierig finde ich das, was ihn selbst betrifft. Sowie die Tatsache, dass er nunmal nicht mein Therapeut ist. Und ich möchte auch niemals nie, dass mein Freund eine solche Rolle einnimmt.
Frau W.! Können Sie mich eigentlich manchmal in sich hören? Das frag ich mich. Und ob Sie manchmal an mich denken. Und sich fragen, was ich jetzt wohl tue. Sie wissen ja gar nicht, dass ich jetzt hier bin und nicht mehr in Monnem. Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Beziehung beendet ist, meine Teuerste. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie wir das geregelt bekommen sollen. Geschweige denn, ob diese derbe Sehnsucht nach Ihnen überhaupt gesund ist.
Aber gesund. Das hab ich eh schon länger nicht mehr gefühlt. Ich bin so traurig, dass ich nicht mehr weinen kann. Ich weiß nur, dass ich mich bei Ihnen nicht länger vor mir selbst verstecken könnte. Bitte. Bitte tun Sie mir den Gefallen und buddeln Sie meinen Kopf aus dem Sand, vielleicht kann ich dann endlich wieder mein Herz hören.
Haben wir eigentlich jemals darüber gesprochen, dass ich blogge? Ich erinner mich nicht. Wissen Sie, mein Blog war lange die Halde für meinen Seelenmüll. Egal was. Das ist jetzt anders. Das liegt vor allem daran, dass ich Sesamina nicht mehr so wirklich vertraue in dieser einen Hinsicht. Er hat mal, als ich in der Arbeit war und ihm meinen PC für Internetaktivitäten anvertraut habe, meine Sky*pe Cha*tpro*tokolle gelesen. Und was gefunden. Was total egal war für unsere Beziehung. Aber wie erklärt man das jemandem. Das ist schwer. Und wieviel schwerer erklärt man jemandem, dass es für mich genauso scheisse ist, dass er einfach in meine Intimsphäre eingedrungen ist.
Seitdem ist da der Wurm drin. Wir sind in einer blöden Spirale, das wäre jetzt zu ausufernd für hier, und außerdem, wie gesagt: ich vertraue nicht.
Sie fehlen mir so sehr, dass es mir das Herz fast zerreisst. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr in mich reinsehe, seit ich keine Therapie mehr bei Ihnen habe. Ich hab mal nachgesehen, von wann die letzten "Seelenheil"-Beiträge hier sind. Ein kurzer von vor kurzem. Und ein längerer, im Juli.
Es ist, als hätte ich keinen Zugang mehr zu mir, oder als hätte ich Angst davor ihn zu finden und zu nutzen, weil ich Angst vor dem habe, was ich dann vielleicht finden könnte. Deswegen brauche ich Hilfe.
Ich glaub, eigentlich bin ich in mir zur Zeit ziemlich außer mir. Das mit Sesamina machen wir mal kurz zu Ende: also seit dem Chatprotokoll läuft das immer mehr bergab, er drängt auf Nähe, und ich habe ein Näheproblem, und als jemand der ein Näheproblem hat, ziehe ich mich mit der Pistole auf der Brust immer weiter zurück, was dazu führt, dass er natürlich mehr Nähe einfordert. Ich dachte vor unserem Urlaub, dass es im Urlaub besser wird. Abstand vom Alltag und so. Das war nicht so. Es wurde so schlimm (ich durfte nicht lesen, weil ich "in fremde Welten flüchte" statt mich mit ihm zu beschäftigen. Wenn ich eine Katze streichelte, dann "für die hast du Zuneigung", und so weiter) dass ich nach zwei Wochen gegangen bin. Ich habe mich in ein anderes Hotel fahren lassen. Nach 3 Tagen kam er nach, aber wir hatten getrennte Zimmer. Der Einsamkeit, Abgeschiedenheit entronnen, war das dann irgendwie ok. Aber. Aber.
Aber. Frau W. Dann gibt es Abende an denen ich mich nicht innerhalb des Zeitfensters melde, das er für angemessen hält, und schon gibt es den totalen Terror. Er fickt sich dermaßen in den Kopf, es ist quasi unerträglich, weil ich dann mit dem Kopffickscheissdreck vollgekotzt werde, in einem respektlosen, unverschämten Tonfall. Bei all den Diskussionen. Da leidet meine Zuneigung. Obwohl er immer da ist. Immer. Wenn etwas ist. Und er ein ganz toller Mann ist. Aber ich weiß nicht, ob ich mich selbst verarsche weil es zum ersten mal in meinem Leben ernst werden könnte, und ich damit völlig überfordert bin und somit unmittelbar meine Fluchtreflexe aktiviert werden. Oder ob ich einfach wieder alleine sein will. WILL. Und überhaupt. Ich komme alleine gut klar. Ich weiß gar nichts mehr. Es ist auch so, dass jetzt diese paar Sätze in keinster Weise die Situation repräsentieren, weder die negativen wie die positiven Seiten. Dafür bräuchten wir mindestens ein paar Sitzungen. Sie kennen den Namen Sesamina ja noch. Wenn auch nur als eine kurze Episode, als die, die es damals war. Und insofern wüssten Sie auch ganz genau, welche Rolle ich denn in der ganzen Chose spiele, und wie gut (hahahahaaaa) ich mit meinen Päckchen zu der Scheisse beitrage. Sie kennen eben alles. Sie kennen mich.
Und dann die Arbeit. Scheisse wie lang muss manch Atem sein um das auszuhalten, und wie groß die Geduld, und wie dick die Haut.
Aber das schlimmste ist wohl meine Mama. Ich. Kann. Nicht. Mehr. Ich fühle mich gemeinsam mit meinem Bruder und meinem Vater so einsam. So hilflos. Mein Vater meinte gestern: du bist nicht geflohen, weil du es nicht aushältst (als ich jetzt die ganzen letzten Monate keinen Kontakt mehr zu ihr hatte), sondern weil du deine Hilflosigkeit nicht erträgst. Er hat recht. Diese Ohnmacht. Wenn ich mich mit Dingen beschäftige, dann möchte ich sie lösen. Helfen. Etwas tun. Nur dass die Art von Hilfe, die ich leisten KÖNNTE, niemals als Hilfe erkannt werden würde, und abgesehen davon, weiß ich auch gar nicht mehr, was wir tun sollen.
Und dazu kommt dann: was zum Teufel tue ich hier eigentlich? In dieser mir immer noch fremden Stadt? Wie konnte ich bloß mein Netz, mein Zuhause aufgeben. Meinen festen Rahmen. All das, was es irgendwie erträglicher gemacht hat. Meine Freunde, das Wissen, das mein Chef mir jederzeit 2 Wochen Homeoffice bewilligt hätte wenn was mit Mama wäre. Mein Monnem.
Stattdessen bin ich zerrissen zwischen einer Distanzbeziehung (krass. Ich wollte gerade "Fremdbeziehung" schreiben. Was sagt das wohl.) nach Be*rlin, meiner Familie bzw. Mama in der alten Heimat, meinem alten Zuhause Monnem, den Freundschaften die ich pflegen möchte, die weder hier noch im alten Zuhause sind, und dem hier und jetzt, das überwiegend aus Arbeit besteht (und eben jener Zerrissenheit).
Ich war schon sehr sehr lange nicht mehr so orientierungslos. WOLLEN. Was will ich. Und warum sind Sie denn nicht da, verdammte scheisse. Ich brauche Sie jetzt wieder. Ich wollt nicht dass das so ist. Aber ich habe keine Ahnung wie ich allein damit klarkommen soll.
Ich weiß, dass Sesamina für all diese Themen ein offenes Ohr hat - aber schwierig finde ich das, was ihn selbst betrifft. Sowie die Tatsache, dass er nunmal nicht mein Therapeut ist. Und ich möchte auch niemals nie, dass mein Freund eine solche Rolle einnimmt.
Frau W.! Können Sie mich eigentlich manchmal in sich hören? Das frag ich mich. Und ob Sie manchmal an mich denken. Und sich fragen, was ich jetzt wohl tue. Sie wissen ja gar nicht, dass ich jetzt hier bin und nicht mehr in Monnem. Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Beziehung beendet ist, meine Teuerste. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie wir das geregelt bekommen sollen. Geschweige denn, ob diese derbe Sehnsucht nach Ihnen überhaupt gesund ist.
Aber gesund. Das hab ich eh schon länger nicht mehr gefühlt. Ich bin so traurig, dass ich nicht mehr weinen kann. Ich weiß nur, dass ich mich bei Ihnen nicht länger vor mir selbst verstecken könnte. Bitte. Bitte tun Sie mir den Gefallen und buddeln Sie meinen Kopf aus dem Sand, vielleicht kann ich dann endlich wieder mein Herz hören.
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